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Bread&Butter – Zalando’s next Coachella

Januar 10th, 2018 Geposted von Allgemein, Cross-Channel, Digital Retail, Trend Kein Kommentar

Ein Coachella Festival in Berlin? Da sind hohe Erwartungen vorprogrammiert. Mit der Aussage „wie das Coachella Festival“ hat Jolanda Smit, Head of Global Brand Communications von Zalando, ihre Zukunftspläne mit Bread&Butter in 5 Jahren im Magazin „Styleranking“ mitgeteilt. Das Bread&Butter lädt vor allem Endkunden zu einem dreitätigen Event für Fashion, Musik, Lifestyle und Essen ein. Zu den Highlights gehören eingeflogene Gäste wie die Modedesignerin Vivienne Westwood, der Musiker Wyclef Jean und das Model Adwoa Aboah. Teilnehmende Marken wie Nike, Mercedes, Topshop, Adidas, Puma und Hilfiger Denim zeigen ebenfalls Präsenz. 
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Hype um das Coachella

Wer nicht dabei ist, kann nicht mitreden. Das mehrtätige Coachella Festival findet jedes Jahr in der Wüste in Indio, Kalifornien statt. Es vereint Musik, Kunst und Food und gehört zu den weltweit größten Festivals. Das Coachella ist ein absolutes Muss nicht nur für Musik-Fans, sondern mittlerweile für jeden (Fashion-) Blogger. Denn das Festival bietet eine große Zuschauerschaft für das perfekte Outfit, Networking und das Sich-Präsentieren. Künstler, Schauspieler, Models und Promis werden auch gerne bezahlt, um einfach nur auf dem Festivalgelände zu posieren. Dadurch sorgt das Festival jedes Jahr erneut für einen Hype um entscheidende Trends, die besonders auf Instagram mit über 3 Mio. Hashtags zu #coachella getaggt sind.

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„Seen and to be seen“ auf der B&&B

Und daran möchte Bread&Butter anknüpfen und diesen Hype in Zukunft nach Deutschland bringen. Zalando zeigt neben klassischen Runway Shows und Produktvorstellungen spannende Talkrunden, Food Courts und Music-Acts sowie Konzerte von M.I.A. und FKA twigs. Blogger posten fleißig auf Instagram und lassen sich von den Marken inszenieren. Was B&&B von anderen Fashion Shows unterscheidet, sind sicherlich die erschwinglichen Tickets für normale Endkunden. Denn junge Leute sind oft nicht bereit, viel Geld für Mode zu bezahlen. Bei Bread&Butter kann jeder teilnehmen und das für nur 20 € pro Ticket.

Goodies gehen immer

Ob ein Sportbeutel von kickz, instant printed T-Shirt von justhype, Cocktails von Johnny Walker… Gibt es etwas kostenlos, bilden sich prompt lange Warteschlangen, für die manch einer besonders viel Geduld aufbringen muss.

Auch ich habe mich bei justhype dazugestellt. Ich gebe zu, zum einen wegen des T-Shirts und zum anderen, um es mal ausprobiert zu haben. Glücklicherweise war ich recht früh dran, sodass ich im Gegensatz zu den Nachzüglern „nur“ 1 Stunde anstehen musste. 

Dies kostet den B&&B-Besucher nicht nur Zeit und Nerven, sondern vor allem seine Daten. Für die Aussteller eine Win-Win Situation. Sie erhalten Unmengen von Mailadressen, Postanschriften und Vorlieben. Im Gegenzug verbreiten die Besucher kostenlose Promo und die Marken können sich durch den engen Kundenkontakt authentisch von ihrer besten Seite präsentieren.

Verbindung analoger und digitaler Welten

Warum Zalando als Online-Plattform den Schritt zu einer Offline-Marketingmaßnahme verfolgt, begründet Jolanda Smit damit, dass die digitale Revolution den Einkauf und das Einkaufserlebnis des Kunden deutlich verschoben hat. Dahingehend, dass die Einkäufer heutzutage direkt bei den Marken kaufen und Fashion Shows online streamen. Mode ist für alle sichtbar und überall erreichbar.

Auch das KundenbüroHH als Omnichannel-Agentur hat diesen Trend schon lange erkannt und beschäftigt sich vor allem mit der Verbindung analoger und digitaler Welten. Dafür sind kanalübergreifende Strategien und Konzepte gefordert, die nicht nur über mehrere Kanäle gehen, sondern diese auch möglichst nahtlos verbinden. So wird Offline nicht nur Online, sondern zunehmend Online zu Offline, um dem Kunden ein umfassendes Einkaufserlebnis zu bieten. Denn der Kunde macht, was er will, wann er will und wo er will. Die Herausforderung liegt darin, ihn über alle potenziellen Touchpoints hinweg zu erreichen.

Verständlich also, dass Zalando versucht, Mode für jeden zugänglich zu machen, ganz nach dem „See Now, Buy Now“-Prinzip. Offline umgesetzt bedeutet dies für den Besucher ein neues Einkaufserlebnis, bei dem die ausgestellten Produkte direkt gekauft werden können. Dadurch treten die Marken mit ihren Kunden in eine engere Verbindung, was für beide Seiten Sinn macht. Damit der Veranstalter seine Besucher nach dem Event möglichst nicht verliert, erhält jeder beim Eintritt einen RFID (Radio Frequency Identification)-Wristband. Damit kann der Besucher Produkte scannen und sie in seinem zuvor registrierten Konto auf der B&&B-Website sehen. Die gespeicherten Produkte sind im Konto hinterlegt und können auch nach dem Event noch eingesehen und online gekauft werden.

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Tradtionelle Medien adé

Zalando hat sich sehr bemüht, den Besuchern ein optimales Erlebnis zu bieten und sich zu einem „Festival of Style and Culture“ zu etablieren. Für Inspiration und gute Atmosphäre sorgen nicht nur das Programm, die Musik, das Essen oder die Markenpräsenz. Es sind vor allem die Besucher, die Bread&Butter zum Leben erwecken, die allesamt durch die Leidenschaft und Begeisterung für bestimmte Marken vereint sind. Wie beim Coachella sorgen sie für Traffic und nachhaltige Resonanz – vor, während und nach dem Event. Mit B&&B hat Zalando einen Ort geschaffen, der für jeden Modebegeisterten zugänglich ist. Vor allem zu einer Zeit, in der Influencer Marketing traditionelle Medien in den Schatten stellen und Entscheidungsprozesse bei potenziellen Kunden zunehmend durch Social Media und dem richtigen Content beeinflusst werden.  

Die Teilnahme an dieser Veranstaltung ist insofern spannend gewesen, da Zalando als Online-Riese einen eher ungewöhnlichen Weg eingeschlagen hat – nämlich den Schritt zu einer stationär stattfindenden Markenstärkung, die die Marke greifbar und nahbar macht. Dies scheint jedoch nicht mehr so unüblich, da auch Amazon als Vorreiter mit Amazon fresh gezeigt hat, dass man die Menschen in der Offline Welt auf einer anderen Ebene erreichen kann. Frühere Online Pure Player, wie mymuesli oder cyberport, investieren zunehmend in stationäre Konzepte, denn Omnichannel-Händler profitieren von beiden Welten.

Es bleibt also abzuwarten, wie sich das Event die nächsten Jahre entwickelt! Das KundenbüroHH bleibt auf dem Laufenden.

 

Über KundenbüroHH

Das KundenbüroHH entwickelt für führende deutsche Unternehmen innovative, kundenzentrierte 360° Retail- & Commerce-Lösungen mit der richtigen Mischung aus innovativem Kreativgeist und Hands-on-Handelserfahrung. Danach unterstützen wir die Unternehmen bei der Implementierung und erfolgreichen Umsetzung im Tagesgeschäft. Zu den Kunden zählen neben Edeka Nord u.a. auch Jacques’ Wein-Depot, Tchibo, Dodenhof, Blume 2000, Conrad Electronic, Hugendubel, Screwfix, Werkzeugstore24 und Vodafone.

 

Kontakt:

Ado Nolte, 040-60436346

nolte@kundenbuerohh.de

 

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