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Digital Retail – Vom Story-Telling zum Store-Telling

März 16th, 2017 Geposted von Allgemein, Cross-Channel, Digital Retail, News, POS, Trend Kein Kommentar

Handel in neuen Dimensionen – So präsentierte sich die EuroShop Messe 2017 vom 5.-9. März in den Düsseldorfer Messehallen. Sie war mit rund 2.400 Ausstellern aus mehr als 60 Ländern so umfangreich, dass es kaum möglich war, alle Stände zu besuchen. Die internationale Fachmesse des Handels fand auf einer Fläche mit 17 Hallen statt. Es wurden Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Ladenbau, Ladeneinrichtung, Store Design, Verkaufsförderung, POS-Marketing und Visual Merchandising gezeigt. Als #SowasWieEineAgentur im Digital Retail Bereich durften wir natürlich nicht fehlen.

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Digital Retail neu gedacht

Um dem Besucher hier als Aussteller ins Auge zu stechen, bedarf es viel Kreativität. An Bekannten und Gesehenem wird ansonsten gekonnt vorbeigegangen. Schließlich ist man als Besucher auf der Suche nach dem Neuen. Daher ist die Kreation von eigenen Erlebniswelten umso wichtiger. Gerade im Lebensmitteleinzelhandel geht der Trend zu einer höherwertigen Einrichtung mit Blick aufs Detail. Auf der Messe wird schnell klar, dass das Einkaufserlebnis im Einzelhandel heute noch viel wichtiger eingestuft wird als zuvor. Die Märkte werden schicker, aufregender und einladender und das Kaufen selbst wird zum Event. Denn je länger die Kunden im Markt bleiben, desto mehr geben sie aus.

Erlebniswelten schaffen

Die Devise: Neue Welten eröffnen und Räumlichkeiten nach dem Motto “Vom Story-Telling zum Store-Telling” erlebbar machen. So sorgt das thematische Zusammenspiel aus Retail Lighting, Design, Ladenbau und Produkt ein ansprechendes 360°-Look and Feel beim Kunden. Die Anordnung der Möbel und Produkte ist, beispielsweise in den Süßigkeiten- und Heimwerker-Welten, visuell aufeinander so abgestimmt, dass sie die gewünschte Atmosphäre abrunden.

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Eines der Highlights und mit Abstand am besten besuchten Fläche hat fast eine komplette Halle für sich beansprucht: Das schwedische Unternehmen ITAB Group präsentiert sich im Bereich Lebensmitteleinzelhandel und Fashion mit modernem Stil in hellem Holz-Look und dunklen Kontrasten aus Metallelementen – schlicht und Eye Catcher zugleich. Als eine der führenden Ladenbau-Unternehmen stattet die ITAB Group unter anderem Ikea und H&M aus. Auch bei der Präsentation von Obst und Gemüse ersetzt die Holzkiste an einigen Stellen schon Plastik; schicke Weinabteilungen werden durch edle Holzregale aufgewertet.

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Ehrlichkeit und Natürlichkeit rücken im stationären Handel zurück in den Mittelpunkt. Nicht nur bei der ITAB Group zu sehen, sondern auch bei den Ladenbauern Schweitzer und Umdasch Shopfitting. Naturelle Materialien wie das helle Holz und dunkle Töne liegen bei den Ladeneinrichtungen derzeit im Trend. Immer wieder gesehen, ziehen sie sich wie ein roter Faden durch die gesamte Messe. img_20170308_144840

Retail Lighting

Die Planer, Designer und Architekten haben sich vor allem im Bereich des Visual Merchandising gegenseitig übertroffen. Besonders beeindruckend: LED Videowände, die mit dem Gesamtkonzept verschmelzen und dem Store individuellen Ausdruck verleihen. Generell hat die harmonische Ergänzung von Licht und Raum im Digital Retail enorm an Bedeutung zugenommen. Eine akzentuierende Belichtung der Produkte beeinflusst uns im Unterbewusstsein und schafft eine Atmosphäre zum Wohlfühlen. Die perfekte Beleuchtung trägt daher stark dazu bei, Räume zu schaffen und den Kunden in seiner Orientierung zu unterstützen. So finden sich auf der Messe auffallende Leuchtschriftzüge wieder, die sowohl die Wahrnehmung des Kunden beeinflussen als auch der Navigation im Geschäft dienen.

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Self Checkouts

Neben verschiedenen Kassensystemen wird eine der großen Veränderungen in den kommenden Jahren die Zunahme von Selbstbedienungskassen sein, an denen der Kunde seine Waren selber einscannt und bezahlt. Self Checkouts werden hierzulande schon eingesetzt, wie beispielsweise in der Markthalle Krefeld oder in einigen Rewe-Märkten, allerdings noch nicht flächendeckend genutzt. Sie sollen das Bezahlen schneller und effizienter gestalten.

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Augmented Reality und Virtual Reality

Die Messe zeigt deutlich, dass der stationäre Point of Sale mit dem Boom von Online-Märkten nicht dem Untergang geweiht ist. Im Gegenteil: Er verändert sich und wird digitaler und serviceorientierter. Die digitale Integration soll dem Kunden Appetit auf mehr machen, wie beispielsweise der Augmented Reality Mirror. Im Spiegel sieht sich der Kunde in virtueller Kleidung und kann direkt sehen, wie das Kleidungsstück getragen aussieht.

Welche Chancen durch Virtual Reality für Händler bietet, zeigen diverse Aussteller mit VR-Brillen zum Testen. Durch das Eintauchen in die Szenerie wird die Fantasie des Kunden angeregt und das Shopping-Erlebnis umgekrempelt. Insbesondere am POS besteht ein riesiges Potenzial Produkte über die Virtual Reality-Technik zu inszenieren, bei dem zusätzlich ein Promotion-Event im Lebensmitteleinzelhandel durchaus denkbar ist. Scanblue beeindruckt mit realitätsnahen Produkten in 3D, die dem Kunden das Gefühl geben, diese tatsächlich in der Hand zu halten. Bislang schafft die VR-Brille nicht, Haptik und ein Geschmacks- und Geruchserlebnis herzustellen. Doch ein Erlebnis ist es allemal.

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Besonders beeindruckend…

war das Ausmaß und die Vielfalt der auf der Messe vorgestellten Digital Store Konzepte. Die Veränderung im Kaufverhalten und die Digitalisierung der Geschäfte bringen den Einzelhandel dazu, umzudenken und die physische Fläche neu zu strukturieren. Im heutigen Einzelhandel werden existierende Verkaufsflächen zu Showrooms und besondere Produkte bekommen ihre eigenen Bühnen. Während die Einrichtung und POS-Flächen vom Gesamtkonzept losgelöst waren und vereinzelt im Laden ihrer Berechtigung nachkamen, werden sie heute im Omni-Channel-Retailing bis ins Detail geplant und perfekt inszeniert. Heute liegt der Fokus auf die Präsentation einer einheitlichen Kommunikation. Dazu bedient sich der stationäre Einzelhandel aus verschiedenen On- und Offline-Kanälen, um dem Kunden ein Mehrwert zu bieten. Der Store wirkt in sich stimmig, ohne dass der Kunde ein Hauch von Stilbruch zu spüren bekommt.

Und wie trägt das KundenbüroHH dazu bei?

Wie wichtig diese Omnichannel Komponenten sind, zeigte sich bei einem unserer Projekte mit Jacques’ Weindepot. Als Spezialisten für digitale Transformation haben wir ein Expansions-Store-Concept entwickelt und realisiert, welches von der Ladeneinrichtung bis zur Erstellung von POS-Werbemittel reicht. Und die digitale Lösung dabei: In Einklang mit dem Gesamtkonzept wurden Digital-Features und Cross-Channel-Services integriert und erweitert. Weitere Infos dazu hier:

http://kundenbuerohh.de/lebensmittelzeitung-39-vom-26-09-2014-jacques-geht-in-die-innenstaedte/

Denn eins ist klar: Disharmonie ist gestern – Nahtlos ist heute.

Welche Rolle die Verzahnung von kanalübergreifenden Elementen spielt, zeigt unser Projekt zum Saturn Magazin TURN ON von vor 2 Jahren. Das Magazin war unsere Cross-Channel Lösung, um zu zeigen, wie eigenständige Plattformen optimal zusammengeführt werden – ohne dass Content verloren geht, dafür umso mehr an Wert gewinnt. Mehr Infos dazu hier:

http://kundenbuerohh.de/showcase_turn-on_content-marketing/

Viele Grüße,

Ihr KundenbüroHH – Digital Retail Specialists

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