Los geht’s: Vor uns liegt das Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Oktober 8th, 2013 Geposted von Allgemein Kein Kommentar
Eigentlich sollte der Blog-Titel „Gute X-Store-Konzepte Fehlanzeige. Warum die Not offensichtlich immer noch nicht groß genug ist, um tatsächlich Neues zu wagen und Kunden endlich nahtlos cross-channel zu begeistern“ heißen. Doch ganz ehrlich – dieses allgemeine Lamentieren ist zwar en vogue, aber eigentlich nervt es nur und hilft auch keinem weiter.

Und soll ich Ihnen die Wahrheit sagen. Eigentlich ist es genau anders. Selten waren die Voraussetzungen für ambitionierte Händler so gut. Alte Marktführer-Vormachtstellungen fallen, die technologischen Entwicklungen bieten komplett neue Möglichkeiten und die Kunden integrieren wie selbstverständlich Smartphones und Tablets in ihren Alltag und sind viel offener für Neues als allgemeinhin behauptet wird.

Die Zeit ist reif. Wer jetzt den Mut hat, die Alte Welt zurück zu lassen und die Neue Welt zu erobern, kann noch losziehen und unbedrängt seinen neuen Claim abstecken und die Zukunft erfolgreich mitgestalten.

c&a_click&collectImmer mehr Händler machen sich auf den Weg. C&A mit seinem neuen Flagship-Store in Düsseldorf, Tchibo versucht es, Conrad schon lange, Douglas auch. Die Liste der deutschen Retailer, die an Cross-Channel-Storekonzepten entwickeln, kann beliebig fortgeführt werden. Und doch fehlt bisher irgendwie die in letzter Konsequenz zündende Idee. Immer noch zu wenig Mut in Deutschland um radikal kundenzentriert genug zu sein bzw. zu denken. Braucht es erst eines aggressiven „Online-Pure-Players“, der ohne die unternehmerischen Filialaltlasten im Kopf vormacht, wie zukünftig stationäres Geschäft ohne den Staub vergangener Filial-Monokanal-Tage cross-channel rocken kann?

Es reicht nicht in „moderne Store-Inszenierung“ zu investieren oder „jetzt neu: in der Filiale aus dem Onlineshop bestellen“ zu kommunizieren und mit „Click-and-Collect wird alles gut“ der allgegenwärtigen Technologie- und Systeme-Gläubigkeit zu frönen.

Die aktuellen Store-Entwicklungen mit den vereinsamten Internetterminals in den Verkaufsecken und separaten Bestell-Areas zeigen offensichtlich, wie stark aktuell noch in Multi-Channel- und wie wenig tatsächlich in Cross-Channel-Verschmelzung gedacht wird. Haben Sie jemals Kunden gesehen, die wirklich Spaß an diesen Geräten hatten? Eher war es die pure Verzweiflung über fehlende Ware oder Beratung, die den Kunden an die störrischen Terminals getrieben hat.

Welche Zutaten braucht ein X-Store aus Kundensicht?

  • Abwechslungsreichen Spaß
  • Interessante Ware
  • Content mit echtem Mehrwert
  • Kompromisslose Convenience
  • Konkurrenzfähige Preis/Leistung.

Welche Zutaten braucht es aus Unternehmenssicht?

  • Weitsicht
  • Ein gutes Gespür für die Kunden
  • Eine markenadäquate Cross-Channel-Vision
  • Durchsetzungsfähigkeit.

Dazu braucht es dann das fundierte Wissen der Besonderheiten jeder einzelnen Zutat, der wohldosierte Einsatz beim Entwicklungsvorgang, die Liebe zum Detail und den Mut auch etwas zu denken, was jenseits von Hausmannskost ist. Und genau hier stockt die Cross-Channel-Entwicklung des deutschen Handels. 1+1 ist nicht gleich 2. Weil das Ergebnis weder Fisch noch Fleisch ist. Den bestehenden Filialen Onlineterminals mit Onlineshopanbindung zu verpassen, ist alles bloß nicht kundenrelevant.

Kreieren Sie eine eigenständige Cross-Channel-Vision für ihr Unternehmen und überraschen sie Ihre Kunden mit Ihrem X-Faktor nachhaltig. Ansonsten versenken Sie einfach nur Zeit und Geld in kurzlebige Storetechnik, komplexe Systemanbindungen und halbgare Prozessumstellungen. Ipad Terminals auf der Verkaufsfläche sind keine Cross-Channel-Vision und per se weder überraschend noch nachhaltig. Ihre Cross-Channel-Vision muss Ihren USP für Ihre Kunden spannend neu erlebbar machen. Technik, Systemverzahnung, Onlineshop & Co. also nicht als Selbstzweck sondern als sinnvolle Mosaikteile in einem großen Ganzen.

Einen Vorgeschmack wie neu und doch kundenzentriert und markenadäquat so eine Vision sein kann, zeigt z.B. der Puma Social Club Store in Prag. Anstatt einfach nur einen Puma Store zu eröffnen, wurde ein spannender Treffpunkt für die junge Zielgruppe geschaffen, der Community, Lifestyle, Clubbing und Shopping vereint. Dabei kann das Shoppingerlebnis sowohl real an Ausstellungstücken als auch virtuell an Screens stattfinden. Und wer möchte Tüten schleppen, wenn er statt dessen weiter Party machen kann? Und da fängt dann plötzlich die Verzahnung mit dem Onlineshop und der zentralen Logistik an Spaß zu machen.

 

 

Das klingt kompliziert? Nein, ist es nicht. Der Erfolg eines X-Stores liegt gerade in seiner aus Kundensicht verblüffenden Einfachheit. Jeder Händler kann seine ureigene markenadäquate Cross-Channel-Vision entwickeln.

Kleiner Tipp: Die Idee für diese liegt dabei wie immer beim Kunden.

Neugierig, wie der Handel 2.0 für Sie aussehen kann? Einfach zusteigen, wir sind dann mal los.

Ihr KundenbüroHH

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