Shoppen-in-Zukunft

Welchem Filial-Format gehört die Zukunft – Mega-Stores, Showrooms oder Dark-Stores?

November 18th, 2014 Geposted von Allgemein, Kunde, POS Kein Kommentar
Totgesagte leben länger: das stationäre Ladengeschäft schien bereits ein Relikt aus vergangenen Tagen und in Zukunft würden nur noch Drohnen die Straßen bevölkern, um online bestellte Waren vollautomatisch Same-Day zu liefern.
Doch jetzt die Wende: laut Mim Burt, Research Vice President Gartner Retail Industry Advisory Service Team, wollen die Kunden auch in Zukunft noch in ein Ladengeschäft (im Interview mit INTERNET WORLD Business auf der Shop.org Summit 2014 in Seattle).

Die Gründe:

  1. Die Ware anschauen
  2. Sich beraten lassen
  3. Und erst wenn 2. nicht ausreichend war, greifen sie zum Handy

Shoppen-in-Zukunft

An die Bedeutung des Ladengeschäfts glauben mittlerweile nicht nur traditionelle Stationär- und Multi-Channel-Händler, sondern zunehmend auch Online-Pure-Player. So verwundert es nicht, dass immer mehr deutsche und auch internationale Online-Pure-Player, unter anderem auf Grund des zunehmenden Verdrängungskampfes bei Google und daraus eskalierenden Anzeigenpreisen, intensiv über stationäre Formate nachdenken und wie z.B. Amazon auch in nächster Zeit konkret testen werden.

Sichtbarkeit, Kundennähe, Markenerlebnis … die Argumente liegen auf der Hand. Dabei heißt jedoch „Bedeutung Ladengeschäft“ nicht einfach weiter machen wie bisher. Mim Burt sieht eine klare Entwicklung zu konzentrierteren Formaten, die nicht einfach Mega sind, weil man immer Mega gemacht hat, sondern sich selbstverständlich aus der sinnvollen Cross-Channel-DNA heraus definieren. Mal Showroom mit Click & Collect-Abhol-Station, mal Mega-Store als Picking-Lager für Multi-Channel-Händler oder sogar reiner Dark-Store ohne Publikumsverkehr als reines Fulfillment-Zentrum.

Konzentrierte Formate bedeutet auch, dass man die große Auswahl über die Onlineshop-Verlängerung spielt und stationär bewusst auf Schwerpunktthemen und eine zielgruppenspezifische Auswahl setzt. Inszenierung in Verbindung mit hochwertiger Cross-Channel-Beratung, die sowohl den sofortigen Kaufabschluss als auch die Beratung mit digitalem Content und dem selbstverständlichen Einbinden des Online-Shops und den -Services beherrscht.

Der Kunde entscheidet – oder richtiger – der Cross-Channel-Kunde entscheidet: 

1) Bei der Standortwahl der Ladenfläche spielen in Zukunft nicht nur Laufkundschaft und Wettbewerb eine Rolle, sondern auch Click & Collect Potenziale dieser Lage. Dies verlangt ein erhebliches Umdenken, da die Wahl der Ladenflächen heute in den Unternehmen absolutes Hoheitsgebiet des Filialbereichs ist. Also für Multi-Channel-Händler ein weiterer Grund mehr, sich den neuen Anforderungen zu stellen und getrennte Silostrukturen in der Organisation aufzubrechen und Cross-Channel zu arbeiten.

2) Die Kunden wollen in Zukunft nicht zwangsläufig Same-Day-Delivery sondern Right-Time-Delivery. Das heißt der Kunde kann genau festlegen, wann er die Ware wohin geliefert haben will oder wo er sie am einfachsten abholen kann.

Aus Kundensicht eigentlich ganz einfach – aus Händlersicht anspruchsvoll. Falls Sie auf dem Weg zum Handel 2.0 noch ein paar Lösungen und tatkräftige Hände brauchen, freuen wir uns auf Ihren Anruf.

Ihr KundenbüroHH

_für erfolgreichen Handel 2.0

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